PET-Verpackungen – billig, aber mit einem hohen Preis

PET-Verpackungen – billig, aber mit einem hohen Preis

Lebensmittelfolien und andere Verpackungen schützen Produkte vor Umwelteinflüssen und machen sie länger haltbar, doch verursachen sie eine enorm große Menge an Müll! Zudem enthalten Kunststoff- und Plastikverpackungen gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe, die ins Essen gelangen und beim Essen in den Körper gelangen.

Was Sie zur Sicherheit und Kontrolle von Lebensmittelverpackungen wissen sollten, erfahren Sie hier.

Beinahe sämtliche Lebensmittel aus dem Supermarkt sind verpackt. In vielen Fällen ist das sinnvoll, da die Lebensmittel so länger halten und deshalb weniger weggeworfen wird. Der angewandten Verpackungsmengen gehen jedoch oft weit über dieses Ziel hinaus.

So liegen beispielsweise wenige hauchdünne Wurstscheiben aufgefächert in einer großen Plastikschale und Süßigkeiten sind in separaten Folien nochmals einzeln verpackt. So entstehen allein in Deutschland jedes Jahr 45 Millionen Tonnen Müll, von dem ein Großteil umweltschädlicher Plastikmüll ist. Doch was der Umwelt schadet, ist auch für den Körper fatal.

Welche giftigen Inhaltsstoffe aus PET-Verpackungen an Lebensmittel abgegeben werden und was dies für die Gesundheit der Konsumenten bedeutet, können aber selbst Experten häufig nicht genau einschätzen.

Studien zeigen jedoch, dass synthetische Östrogene in Weichmachern von PET-Verpackungen schon jetzt dafür sorgen, dass bei einigen Arten die männlichen Tiere unfruchtbar werden. Sie kommen an Flüssen und anderen Gewässern mit den Schadstoffen in Kontakt und nehmen diese dann auf. Auch beim Menschen hat das drastische Folgen für die körperliche Entwicklung bei Jungen.

Deshalb ist es ratsam, möglichst auf PET-Flaschen und andere weiche Kunststoff-Verpackungen beim Einkauf zu verzichten.

 

TIPPS

  • Achten Sie darauf, hauptsächlich unverpackte Lebensmittel einzukaufen – das schützt nicht nur Ihre Gesundheit, sondern hilft auch der Umwelt. Unnötig aufwendige Lebensmittelverpackungen und PET-Flaschen sollten ganz aus ihrem Einkaufswagen verschwinden! Mehr erfahren.
  • Immer mehr Lebensmittel werden zum direkten Erhitzen in der Verpackung angeboten. Wer darauf nicht verzichten kann oder will, der tut gut daran, die Angaben auf den Verpackungen zu lesen und ernst zu nehmen – aus Sicherheitsgründen müssen die Angaben von Temperatur und Watt-Zahl immer beachtet werden.
  • Vergessen Sie angeblich tolle Alltagstipps aus Internetforen, wie beispielsweise die Wiederverwendung von Kunststoffverpackungen, die nicht für heiße Lebensmittel geeignet sind oder das Grillen von Hähnchen auf einer Bierdose – genau solche falschen Verwendungen von PET-Verpackungen sind extrem schädlich für den Verbraucher.

Die Rückstände aus Verpackungen für Lebensmittel werden zwar rechtlich reguliert, doch wäre es wünschenswert, mehr Kontrolle über Herstellung und Transparenz hinsichtlich der eingesetzten Materialien und deren Sicherheit nachgewiesen zu bekommen. Es befinden sich beispielsweise zunehmend Elemente wie Absorber oder Weichmacher in Verpackungen und Folien, deren Wechselwirkungen auf das Füllgut nicht eindeutig eingeschätzt werden können. Auch unter Schutzatmosphäre verpackte Waren können beim Konsumenten negative Auswirkungen auf seine Gesundheit haben, ohne dass dies von den Unternehmen kommuniziert wird.

Über die Risiken solcher Herstellungsverfahren erfahren Verbraucher nämlich rein gar nichts.

Nach Anfragen an Hersteller und Händler zum Thema Sicherheit ihrer Verpackungen waren nur wenige Firmen gewollt, Auskünfte zu erteilen und stellten kaum aussagekräftige Dokumente zur Verfügung. Ähnlich lesen sich veröffentlichte Berichte von Überwachungsbehörden, deren Erfahrungen sich weitest gehend als unbefriedigend rausstellten. Darum ist es Verantwortung der Politik, Rahmenbedingungen für strengere Sicherheitsanforderungen zu schaffen, effektive Kontrollen von Verpackungen sicher zu stellen und somit die Unternehmen in die Pflicht zu nehmen.

 

Glas oder Plastik: bewusst einkaufen – Alternativen im Supermarkt

Wegen Artikel wie diesem und der im Jahr 2018 wachsenden Medienpräsenz kommt es zunehmend zu Anfragen von verunsicherten Verbrauchern, die das Thema zunehmend beschäftigt und mit den Behörden in Kontakt treten. Darum haben die Verbraucherzentralen im Rahmen einer bundesweiten Gemeinschaftsaktion Informationen über Lebensmittelverpackungen zusammengetragen. Dieses Angebot soll Informationslücken schließen und dazu beitragen, gesundheitliche Risiken aufzuklären und die Belastung durch Kunststoffe bei der Bevölkerung zu minimieren. Denn nur wer mögliche Fehlverwendungen im Haushalt vermeidet und ausreichende Kenntnisse über die verschiedenen Verpackungsmaterialien sowie ihre Vor- und Nachteile besitzt, kann diese Aspekte bewusst in Kaufentscheidungen einbeziehen.

Wer sich im Supermarkt genau umschaut, stellt fest, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, auf Plastik zu verzichten.

PET-Flaschen braucht wirklich kein Mensch!

Neben Bier, Wein und Mineralwasser werden auch viele Limonaden und Fruchtsäfte in Glasflaschen angeboten, ebenso Milch – ganz wie früher. Auch Joghurts und Desserts gibt es vermehrt in umweltfreundlichen Mehrweg Gefäßen aus Glas, die beispielweise im Konserven- oder Ketchup-Regal nicht zu übersehen sind.

Immer mehr Hersteller sind auf die Idee gekommen, ihre Tiefkühlwaren in Pappkartons zu füllen, anstatt sie mit Plastikfolien zu versehen, aber es gibt gute Alternativen wie zum Beispiel die Siegelfolien von Petroplast mit Anti-Fog System und kein Logo muss befürchten, schlechter auszusehen als bei modernen Foliendruck.

Im Fall von Obst und Gemüse ist es am einfachsten, von Verpackungen aus Plastik abzusehen: Wer braucht schon eine Box mit einzelnen Möhren, wenn er ein ganzes Bund haben kann, das auch ohne Verpackung zusammenhält?

Solange man die Gebrauchsanweisungen beachtet, ist es auch nicht schlimm, ab und zu auf Fertigprodukte zurückzugreifen – jede bewusste Entscheidung ist eine gute Entscheidung.

Also, sei keine (PET-)Flasche!







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